Vorträge

„Nie kommt man durch Gewalt zur Gewaltlosigkeit“
Gustav Landauer: Dichter, Philosoph und libertärer Sozialist

Als Gustav Landauer im November 1918 von Kurt Eisner nach München gerufen wurde, hatte er nur noch kurze Zeit zu leben: Bei der blutigen Niederschlagung der Münchner Räterepublik im Mai 1919 wurde er grausam ermordet. Doch nicht nur als intellektuelle Leitfigur der bayerischen Revolution und Rätezeit spielte er eine bedeutende Rolle, er war auch ein vielseitiger Schriftsteller, brillanter Redner, bedeutender Sozialist und überzeugter Kriegsgegner. Während selbst seine engsten Freunde – unter ihnen der Religionsphilosoph Martin Buber –  für einige Zeit vom patriotischen Kriegsgeschrei erfasst wurden, blieb Landauer ein unbeirrter Pazifist, der bereits 1911 die „Abschaffung des Krieges durch die Selbstbestimmung des Volkes“ gefordert hatte.
Dieser Vortrag gibt einen Überblick über den Werdegang Gustav Landauers und seine Entwicklung zum Schriftsteller und Propagandisten des gewaltlosen Anarchismus.